Legends of Eberron

Kapitel 1: Der Beginn einer Legende (pt. 1)

Prolog

“Wenn sich drei vom Unglück Getriebene in schatttigem Morast treffen und dort ein Band der Freundschaft knüpfen, dann beginnt eine Reise die Wurzel und Metall ein neues Antlitz verleihen wird.”
-Fragment der Drachenprophezeiung, gefunden auf einer Basaltstele in den Dschungeln Xendriks

Ob ich euch eine Geschichte erzählen kann, fragt ihr?
—Nichts einfacher als das: Ich kenne Hunderte.

Ahhh, eine besondere Geschichte soll es also sein?
—Ich nehme an eine Geschichte die von gewitzten Helden und skrupellosen Schurken handelt? Voller schrecklicher Monster, tödlicher Gefahren und unermeßlicher Reichtümer? Eine dramatische Geschichte, die euch vor Spannung zittern lässt, trotzdem ihre vergnüglichen Momente hat und euch am Ende gar zu Tränen zu rühren vermag?

Ihr habt Glück, denn genau solch eine Geschichte kenne ich!
—Rückt also näher zu mir ans Feuer, macht es euch gemütlich und spitzt die Ohren. Oh, und lasst den Wirt eure Becher neu füllen, das hier könnte etwas länger dauern…

Unsere Geschichte beginnt weit weg von hier im fernen Westen des Kontinents, in der ungezähmten Wildnis der Schattenmarsche. Genauer gesagt an einem Tümpel wie es sie in den Schattenmarschen zu tausenden gibt. Dieser gewöhnliche Tümpel aber, war der Ort eines höchst ungewöhnlichen Treffens. An diesem Ort sollten sich drei vom Unglück geplagte Exoten aus verschiedenen Teilen Khorvaires treffen und zu Freunden werden. Der erste unter ihnen war Kalixeinos von Richtstahl, ein wagemutiger Luftschiffkapitän und ehemaliger Offizier [Landesname]s, der Fechtkunst und Magie auf tödliche Weise zu vereinen wusste. Der zweite im Bunde war Anaximenes d’Cannith aus Breland, ein junger Artefakttechniker und Paria aus dem Haus Cannith, dessen Wissen um die Ingenieurs- und Heilkunst seine Freunde aus mancher misslichen Lage rettete. Zu guter letzt war da noch Grenosh der Mutige, ein wilder Halbork Barbar der nie ohne seinen Vogelfreund Kzyrp gesehen wurde und dem weder die Tiefen des Blutrauschs noch die Höhen der scholastischen Bildung fremd waren.

Kalixeinos stand, obwohl er einer der seltenen menschlichen Träger des Drachenmals des Sturms war, zu diesem Zeitpunkt in den Diensten von Haus Lyrandar. Das vollbeladene Luftschiff unter seinem Kommando war auf dem Weg nach Zarash’ak, als er Opfer eines heimtückischen Verrats wurde. Luftpiraten, die von seiner Routen erfahren haben mussten, töteten seine Mannschaft, nahmen seine Ladung und liesen ihn mit dem Schiff im Sumpf zerschellen. Doch das Glück war ihm gleich auf dreifachem Wege hold. Zuerst stürzte sein Schiff in den schon erwähnten Tümpel anstatt zu zerschellen und erlaubte es ihm so sich schwer verletzt an das nächste Ufer zu retten. Zwar war das Schiff eindeutig flugunfähig und er selbst schwer verletzt, aber er lebte. Ein zweiter glücklicher Umstand rettete ihn dann aus seiner schlimmen Lage : Anaximenes ziellose Wanderei hatte ihn für einige Zeit nach Zarash’ak verschlagen und nun war er auf dem Rückweg nach Breland, quer durch die Schattenmarsche. Er sah den Absturz des Luftschiffs und eilte Kalixeinos zur Hilfe. Nicht nur konnte er dessen Wunden heilen, auch eine Reparatur des Schiffes war durch Anaximenes Wissen nun möglich geworden. Die Arbeit aber war kompliziert und langwierig. Am vierten Tag wurden sie zu allem Überfluss von einer Rotte Sumpfmonster angegriffen und wären wohl auch in den Mägen der Kreaturen geendet, wenn das Glück nicht zum dritten mal zugeschlagen hätte. Grenosh, in den Schattenmarschen geboren, war vor kurzem Hals über Kopf aus Droam geflohen und auf dem Weg zu seiner Sippe. Sein Heimweg führte ihn dicht an eben jenem Tümpel vorbei in dem Kalixeinos und Anaximenes um ihr Überleben kämpften. Ohne zu zögern kam er den beiden zu Hilfe und gemeinsam jagten sie die Monster zurück ins Unterholz. Mit der ungeheuren Stärke des Halborks dauerte es nur drei weitere Tage und das Luftschiff, nun auf den Namen “Scylla” neugetauft, erhob sich aus dem Tümpel. Ermutigt von ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit, beschlossen die Drei von nun an gemeinsame Sache zu machen und nur noch im Namen ihrer kleinen Gemeinschaft zu streiten.

Was? Ihr glaubt ich binde euch einen Bären auf? Ich sei ein Lügner und doppelzüngiger Freund des Wandereres?
—Schweigt! Ich schwöre bei Aureon und dem Rest der himmlischen Heerscharen: Ich spreche die Wahrheit! Das was ihr in eurer Naivität als unmögliche Zufälle und wirre Lügengespinste abtut, ist in Wirklichkeit eine vom Schicksal bestimmte Zusammenkunft. Die Drachenprophezeiung ist weder eine Erfindung der Bücherwürmer aus Korranberg, noch eine Märchengeschichte um Kinder zu erfreuen. Nein, die Drachenprophezeiung dokumentiert die Vergangeheit unserer Welt und lenkt ihre Zukunft. Sie ist uralt und mächtig! Und was noch wichtiger ist: Sie ist beeinflussbar. Die dreizehnfach verfluchten Herren des Staubs und die undurchschaubaren Drachen der Kammer suchen sie zu manipulieren. Sie warten, beobachten und planen, denn für sie sind Jahre wie für uns Tage! Aber jetzt greife ich wirklich viel zu weit vor. Entschuldigt mein Aufbrausen. Lasst euch nur gesagt sein: Der Tag an dem die “Scylla” sich aus den Schattenmarschen erhoben hat, war der vierundzwanzigste Therendor im Jahre 998 nach Galifar, zwei Jahre nach dem Ende des letzten Krieges und der Tag an dem eine Legende begann!

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